BÄCHLI/HATTAN: QUER



Silvia Bächli und Eric Hattan: QUER

Freitag, 10/6/2016,  19.00 Uhr








QUER
Konzept für Freiburg
Im Stadtraum oder auf einer Recyclingstation werden weggeworfene weisse (beschichtete Spanplatten) Möbelteile gesucht. Mindestens einseitig (= Rückseite) sind vorstehende Beschläge und Schrauben zu entfernen.
Jedes einzelne Teil wird in seiner längsten Diagonale mit einer schwarzen geraden Linie von Hand bemalt. Die Bemalung erfolgt mit einem Pinsel von ca. 2 cm Breite und sollte möglichst in einem Zug ausgeführt werden.
Die so bemalten Holzteile werden auf der Trägerwand mit jeweils 2 Schrauben waagrecht angebracht. Es soll nach dem Prinzip: "Links oben beginnen und rechts unten aufhören" gehängt werden. Die diagonalen schwarzen Linien folgen diesem Prinzip und verlaufen immer von links oben nach rechts unten. Die einzelnen Bretter sollten dicht an dicht aber nicht aneinander gestossen sein. Und wenn die Anzahl der gefundenen Bretter nicht ausreicht für das Füllen der gesamten Trägerwandfläche, so 
bleibt diese einfach leer. 

Bild:  Leon Hösl

Bild: Marc Doradzillo
Bild: Marc Doradzillo
Bild: Marc Doradzillo





Bild. Marc Doradzillo










Silvia Bächli und Eric Hattan arbeiten beide in einem Prozess aus Sehen, Denken und Versuchen. Ihre Arbeiten beziehenden Zufall stets ein und entstehen ohne vordefiniertes Ziel. Eher sind sie Ergebnis eines langsamen Tastens als eines beherzten Zugreifens. Silvia Bächli äußerte 2003 in einem Interview, jede Arbeit müsse etwas Unfertiges behalten, eine Möglichkeit für den Betrachter mitzutun, hineinzuschlüpfen, weiterzuspinnen. Diese Möglichkeit bieten die Zeichnungen von Silvia Bächli wie die Installationen von Eric Hattan.
Aus: Die Entdeckung der Langsamkeit. Silvia Bächli und Eric Hattan in der Kunsthalle Nürnberg. Katalogtext zur Ausstellung Schnee bis im Mai in der Kunsthalle Nürnberg, 2011 von Harriet Zilch.

Silvia Bächli and Eric Hattan both work through a process of seeing, thinking and experimenting. Their works always incorporate chance and evolve without predefined aims. They are the outcome of a slow process of feeling one’s way rather than purposeful grasping. In an interview in 2003, Silvia Bächli maintained that every work ought to retain an unfinished aspect; an opportunity for the viewer to join in, to slip inside, to continue its weave. This opportunity is proffered by both Silvia Bächli’s drawings and Eric Hattan’s installations.
From: The Discovery of Slowness. Silvia Bächli and Eric Hattan at Kunsthalle Nürnberg. Text in catalogue to Schnee bis im Mai at Kunsthalle Nürnberg, 19 February – 1 May 2011 by Hariet Zilch.



Silvia Bächli, Basel
*1956
http://www.silviabaechli.ch/home/

Eric Hattan, Basel